Jan-Niclas Bardenhagen. Künstler und Gründer von Studio Visus, Hamburg Lokstedt
Originalgemälde Himmelsnetz auf der Staffelei im Atelier Studio Visus
Hamburg · Lokstedt · Atelier

Über Studio
Visus.

Ich bin Jan-Niclas. Ich bin kein Künstler im klassischen Sinne. Ich habe Wirtschaftsingenieurwesen und anschließend Wirtschaftsinformatik studiert, denke in Systemen, liebe Präzision und finde meinen Ausgleich in der Natur.

Zur Malerei kam ich durch einen Zufall, der eigentlich keiner war. Eine Leinwand und eine Staffelei, für ein Hochzeitsspiel besorgt und dann nicht benutzt, stand lange in meiner Wohnung. Aus Neugier griff ich zum Spachtel. Aus dem ersten Versuch wurden viele. Und aus dem Hobby wurde Studio Visus.

Was mich festhält, ist das Gefühl beim Anschauen der fertigen Werke. Die Ruhe, die sich einstellt. Die stille Befriedigung, die die fließenden Zellmuster erzeugen. Dieses innere Ankommen, das ich nicht anders beschreiben kann als: das stimmt so.

Genau dieses Gefühl möchte ich weitergeben. An Menschen, die mit einem Werk zu Hause leben wollen. An Patienten, die im Wartezimmer sitzen. An Hotelgäste, die einen Moment lang stehenbleiben. Zufrieden. Ruhig. Glücklich. Weniger gestresst.

— Jan-Niclas
Der künstlerische Ansatz

Kunst, die beruhigt.

Kunst wird oft nur betrachtet. Meine Arbeit zielt darauf ab, erlebt und neurologisch verarbeitet zu werden. Mein künstlerischer Ansatz bewegt sich an der Schnittstelle zwischen expressiver Malerei und angewandter Neuroästhetik.

01.

Neuroästhetik statt Intuition

Ich arbeite nicht nach bloßer Intuition, sondern folge Erkenntnissen darüber, wie das menschliche Auge Reize verarbeitet und wie das Gehirn auf visuelle Stimuli reagiert. In einem Medium aus Acryl-Strukturen und Fluid-Art-Techniken sowie klassischer Ölmalerei entstehen Unikate, die gezielt als visuelle Ruheanker fungieren.

02.

Funktionale Ästhetik

Ein Raum ist mehr als seine Maße. Für Architekten, Hoteliers und medizinische Einrichtungen ist die psychologische Wirkung eines Raumes ein kritischer Erfolgsfaktor. Meine Arbeiten sind speziell konzipiert für Umgebungen, in denen Menschen ankommen, warten oder zur Ruhe kommen müssen. Mehr dazu in den Themenseiten zu Bildern für die Arztpraxis, Kunst für Hotels und Therapiepraxen.

03.

Regulation der Raumatmosphäre

Ob in der Abstraktion oder in der figurativen Andeutung: Jedes Werk ist ein Instrument zur Regulation der Raumatmosphäre. Es ist der Versuch, den Lärm der Außenwelt durch kuratierte Frequenzen von Farbe und Form zu neutralisieren. Verfügbare Werke oder Auftragsarbeit nach Maß stehen zur Wahl.

Wissenschaftliche Grundlage

Evidenz­basierte Kunst.

Die Neuroästhetik ist ein Forschungsfeld an der Schnittstelle von Neurowissenschaft, Psychologie und Kunstgeschichte. Viele Reaktionen auf visuelle Reize sind bei Menschen erstaunlich ähnlich und lassen sich im Experiment messen.

α
Fraktale Fluenz & Biophilie
Warum beruhigt uns der Anblick von Wolkenformationen oder Meereswellen? Eine gängige Erklärung: Unser visuelles System verarbeitet organische, sich wiederholende Muster, sogenannte Fraktale, besonders mühelos. In der Acryl-Pouring-Technik werden diese Prozesse der Strömungsdynamik simuliert. In Laborstudien des Physikers Richard Taylor erholten sich Versuchspersonen beim Betrachten naturähnlicher Fraktale mittlerer Komplexität bis zu 60 Prozent besser von Stress, gemessen an der Hautleitfähigkeit.
β
Visuelle Sedierung
Gezielte Paletten in Farben, die in Studien eher als beruhigend erlebt werden. Statt harter Kontraste sanfte Gradienten und biophile Farbtöne. Blau, Petrol, Grün, Sand. Diese Technik basiert auf der „Biophilia-Hypothese" und Erkenntnissen aus dem Evidence-Based Design für das Gesundheitswesen. Roger Ulrichs bekannte Studie von 1984 zeigte, dass Patienten mit Blick auf Bäume schneller entlassen wurden und weniger starke Schmerzmittel brauchten als Patienten mit Blick auf eine Mauer.
γ
Haptische Verankerung
Wir leben in einer Welt der glatten Screens. Textur zieht den Blick an. Durch den Einsatz pastoser Ölfarben und fester Strukturpasten erhalten die Werke eine Dreidimensionalität. Nach Freedberg und Gallese vollzieht das Gehirn die sichtbaren Spuren einer Malbewegung innerlich mit, auch ohne das Bild zu berühren. Ein Prozess, der als „verkörperte Simulation" bekannt ist. Ein Druck zeigt diese Spuren nur als flaches Abbild.
δ
Biomorphe Tessellation & Mustererkennung
In vielen Arbeiten finden sich schuppen- oder wabenartige Strukturen. Diese Muster sind weit mehr als Dekoration, sie sind ein Prinzip der Natur, bekannt als natürliche Tessellation (wie bei Tannenzapfen oder Fischschuppen). Organische Wiederholungen sind vorhersehbar genug, um Sicherheit zu vermitteln, aber variabel genug, um das Gehirn zu stimulieren. Die „Processing Fluency Theory" erklärt, warum das Gehirn visuelle Informationen bevorzugt, die es flüssig verarbeiten kann.
ε
Curvature & Emotionale Sicherheit
Ein dominantes Merkmal der Pouring-Arbeiten ist der bewusste Verzicht auf harte Ecken zugunsten fließender, kurviger Konturen, ähnlich der Form von Wassertropfen oder ovalen Blättern. Bar und Neta zeigten 2007, dass scharfkantige Gegenstände die Amygdala, eine an Angstreaktionen beteiligte Hirnregion, stärker aktivieren als abgerundete. Gerundete Formen empfinden die meisten Menschen dagegen als angenehmer.
Werdegang

Von der ersten Schicht bis heute.

Studio Visus ist in Hamburg-Lokstedt ansässig und entwickelt handgemalte Originalkunst und Auftragsgemälde für Privatpersonen, Arztpraxen, Kliniken, Hotels und Büros. Wissenschaftlich fundiert, persönlich gefertigt, jedes Stück ein Unikat. Wer in Hamburg ein Bild malen lassen möchte, kann das Atelier nach Absprache besuchen, mehr dazu unter Bild malen lassen in Hamburg.

Sommerkleid, das erste gemalte Bild von Jan-Niclas, dem Künster hinter Studio Visus
2024 — Die erste Leinwand
Entstehungsprozess eines Bildes. Hier im Beispiel des Bildes Boot
Farben & Pigmente
Entstehungsprozess

Vom Briefing zum fertigen Werk.

Ob verfügbares Werk oder Auftragsarbeit. Jedes Gemälde durchläuft einen mehrstufigen Prozess. Bei Auftragswerken sind Sie von Anfang an eingebunden.

01

Gespräch

Raum, Lichtsituation, Stimmung und Farbwelt besprechen.

02

Konzept

Farbpalette, Format und Wirkprinzip werden festgelegt.

03

Entstehung

Malen in Schichten, mit Trocknungs­pausen. 4–12 Wochen.

04

Abnahme

Sie sehen das Werk vor dem Versand. Anpassungen möglich.

05

Lieferung

Versichert versendet oder persönlich geliefert und gehängt.

"
Gerüche, Tiergeräusche, das Rauschen von Blättern: Natur ist für mich kein Hintergrund, sondern eine Sprache. Ich übersetze sie in Farbe und Form. — Jan-Niclas Bardenhagen, Studio Visus

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